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  • Danielle Feger

Automatische Gedanken und ihr Einfluss auf unsere Gefühle

Updated: Dec 30, 2020

Automatische Negative Gedanken tauchen ohne unsere Hilfe in unseren Köpfen auf, sie scheinen einfach da zu sein und zu bleiben, selbst wenn sie uns grosses Unbehagen bereiten und wir wünschen, sie würden verschwinden. Sie haben einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen und was wir tun können. Während manche dieser Gedanken auf realen Ereignissen beruhen können, sind viele von ihnen einfach nur Vermutungen und Annahmen. Dies sind automatische negative Gedanken: Normalerweise unrealistisch pessimistisch und aus dem Nichts kommend, um automatisch in unseren Geist einzudringen und uns ständig zu berieseln.


Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es nicht die Gedanken sind, die uns zusetzen und Kummer machen, sondern die Bedeutung, die wir diesen Gedanken geben, was wir persönlich aus ihnen machen.


Bei CBT geht es darum, einen langen, genauen Blick auf die Gültigkeit unserer Gedanken zu werfen und sie dann neu zu bewerten. Es bietet rationalere, ausgewogenere und aufgeschlossenere Alternativen an, die einen besseren Platz in unserem Geist haben als die fehlerhaften, negativen Gedanken und Überzeugungen.


Wenn wir uns der automatischen negativen Gedanken bewusst werden, können wir besser verstehen, warum unsere Stimmungen negativ sind. Dies ist ein guter erster Schritt, um zu lernen, ausgewogener und positiver zu denken. Um dieses Bewusstsein zu erreichen, ist es hilfreich, sich mit den eigenen negativen Gedanken vertraut zu machen. Das Üben von Gedankenbewusstsein ist ein ausgezeichneter Anfang. Während des Tages, können wir immer wieder unsere Gedanken überprüfen: Ist unser Denken in diesem Moment optimistisch und konstruktiv oder ist es nur endloses Grübeln, das keinen wirklichen Zweck erfüllt?


Sobald wir feststellen, dass negative Gedanken leichter zu erkennen und zu identifizieren sind, können wir beginnen, diese zu untersuchen. Wir können dies auf strukturierte Weise tun. Das Werkzeug der Wahl in CBT ist die Gedankenaufzeichnung.


Ereignis Gedanken Gefühle

Ich habe einen guten Job Es wird nicht anerkannt Enttäuscht

gemacht und wurde nicht oder ist nicht gut genug Verletzt

dafür gelobt Schlechtes Gefühl

im Magen


Wenn wir Gedanken haben, die uns aufregen oder deprimieren, sollten wir an diesen arbeiten. Die Art und Weise, wie wir denken, hat einen wichtigen Einfluss auf die Art und Weise, wie wir uns fühlen und darauf was wir tun können. Pessimistische negative Gedanken wie „Ich kann es nicht bewältigen“ machen uns ängstlicher und unglücklicher und können eine Hauptursache für Angstzustände oder depressive Laune sein. In der nächsten Gedankenaufzeichnung sehen wir uns die initialen Gedanken etwas genauer an. Wir fragen uns kritisch: “Ist das eine Tatsache oder nur meine eigene Sichtweise?”


Ereignis Initialer Gedanke Tatsache oder

negativer Standpunkt?

Ich haben einen guten Job Es wird nicht anerkannt Nur eine negative Ansicht

gemacht aber wurde nicht oder ist nicht gut genug

dafür gelobt


Es ist meist leicht zu erkennen, wenn andere Leute negativ und pessimistisch denken, aber wenn es um unsere eigenen Gedanken geht, denken wir fast immer, dass es sich um rationale und gültige Tatsachen handelt, wie negativ sie auch sein mögen. Es fällt uns selten auf, dass wir ein negatives Vorurteil haben oder dass diese Gedanken dazu führen, dass wir uns emotional negativ fühlen oder sogar in eine Depression verfallen. Wir können nun eine dritte Version der Gedankenaufzeichnung angehen, aber dieses Mal verlangt die dritte Spalte eine neue Sicht auf die initialen Gedanken über das auslösende Ereignis. Dieser alternative Gedanke sollte eine optimistischere, aber noch immer realistische, Alternative sein.


Ereignis Initialer Gedanke Alternativer Gedanke

Ich haben einen guten Job Es wird nicht anerkannt Mein Boss denkt ich

gemacht aber wurde nicht oder ist nicht gut genug weiss wie hoch er meine dafür gelobt Arbeit einschätzt


Nach diesen Übungen sollten wir uns jetzt der Perioden negativen, unproduktiven Denkens bewusst sein. Wir sollten in der Lage sein, negative Emotionen zu identifizieren, die durch diese Gedanken verursacht werden. wir sollten anfangen zu begreifen, dass diese Gedanken nicht (immer) Wahrheiten sind, sondern Annahmen sein können, die wir nicht ohne Bewertung vorbeiziehen lassen sollten.


Der Zweck von CBT ist nicht, zu beweisen, dass negative Gedanken immer falsch sind und sie einfach durch positive Gedanken zu ersetzen. Die Stärke von CBT besteht vielmehr darin, zu helfen, das Denken zu bewerten und zu einer ausgewogenen Schlussfolgerung über die in den Gedanken enthaltenen Tatsachen und Annahme Elementen zu gelangen. Dies führt in vielen Fällen zu einem realistischeren und auch optimistischeren Standpunkt.




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